Musik als heilsame Kraft

Musik öffnet Türen – Die heilsame Kraft der Musik

 

 

 

Haben Sie schon die heilsame Kraft der Musik erfahren? Gerade in Zeiten, wie wir sie aus den vergangene Wochen kennen, suchen wir verstärkt nach Aktivitäten, die uns gut tun. Wir sind viel Zuhause und haben mehr Zeit als üblich. Warum nicht die heilsame Kraft der Musik für sich nutzen? Eigentlich nicht’s Neues, nicht’s was wir nicht schon kennen. Allerdings sind unsere bisherigen Erfahrungen meist unbewusst. Wir hören Musik und unsere Stimmung verändert sich. Haben wir uns eben noch geärgert, über den Arbeitskollegen, über das versalzene Mittagessen, über die pubertierenden Kinder, sind dann schlecht gelaunt ins Auto gestiegen und dann kommt plötzlich diese Musik… Sie schleicht sich ganz unbemerkt in unser Gemüt, unser Unbewusstsein. Was uns eben noch verärgert hat, scheint jetzt nicht mehr so wichtig. Egal was es auch ist, die Erinnerung an einen besonderen Moment, ein bekannter Song aus unserer Jugendzeit oder einfach nur die Musik in ihrer ganz besonderen Art und Weise - es macht was mit uns. Musik kann verändern! Unser Herz schneller schlagen lassen, uns zum Singen bringen, uns ein Lächeln auf’s Gesicht zaubern oder uns zu Tränen rühren. Das ganze Spektrum unserer Emotionen finden wir in der Musik. Das haben Sie sicher schon selbst erlebt. Aber wussten Sie auch, dass Musik schon seit Jahrtausenden in vielen Kulturen zu Heilzwecken eingesetzt wurde und wird. In den alten Kulturen wie Indien, China, Ägypten oder auch bei den alten Griechen war man von der heilsamen Wirkung von Musik überzeugt. Aber auch in Deutschland wird bereits viele Jahre mit Musik in der Therapie gearbeitet. Eine noch relativ unbekannte Methode aus der Musiktherapie ist Guided Imagery & Music kurz genannt GIM oder einfach übersetzt: Geführte imaginierte Musikreise. Sie wurde um 1970 von der US-amerikanischen Musiktherapeutin Helen Bonny entwickelt und gelehrt.  Ein ausgebildeter GIM Therapeut hat in der Regel eine mehrjährige Ausbildung absolviert und hilft mit dieser Therapiemethode den Menschen in unterschiedlichsten Lebensphasen. GIM = eine rezeptive Musiktherapie für Persönlichkeits-Entwicklung, zu Behandlung seelischer Verletzungen, für inneres Wachstum, Wohlbefinden oder eben auch Hilfe in besonderen Lebensphasen.  Die Musik öffnet Türen zu unserer inneren Welt, Türen, von denen der Verstand oft nicht einmal weiß, dass sie existieren. Und, fragen Sie sich vielleicht, was hat das jetzt mit mir zu tun? Heute möchte ich, Angela Karl, GIM-Therapeutin, sie einladen, es mal für sich selbst auszuprobieren. Hier Ihre Kurzanleitung, für eine kleine Musikreise Zuhause: "Suchen Sie einen Ort in Ihrer Wohnung auf, wo Sie für einige Zeit ungestört sein können oder laden Sie Ihren Partner bzw. Partnerin gleich mit dazu ein. Fragen Sie sich: Was beschäftigt mich im Moment? Ein Gedanke, eine Sorge oder eine bestimmte Frage? In diesen Zeiten kommen bei vielen Menschen Ängste hoch: Wie geht es finanziell weiter? Werde ich krank? Wie stabil ist meine Beziehung noch? Da kann es helfen etwas nachzuspüren. Was brauchen Sie im Moment, dass es Ihnen besser geht? Was kann helfen, dass die Angst nicht mehr so mächtig ist? Sehr hilfreich ist aus der Achtsamkeit das bewusste Atmen. Bewusst den Fokus auf das Ein- und Ausatmen richten, immer wieder bis sie langsam ruhiger werden. Ein anderer spannender Weg kann über die Musik sein. Wählen Sie dazu ein Musikstück aus, in der GIM-Therapie wird hauptsächlich mit klassischen Musikstücken gearbeitet, z. B. Stücke von Mozart oder Bach. Alternativ wählen Sie für den ersten Versuch einfach intuitiv ein Ihnen bekanntes Stück.  Bitte nehmen Sie aber ein Musikstück ohne Liedtext, ansonsten beeinflusst der Text ggf. zur stark ihre Musikreise. Bereiten Sie nun die Musik vor und legen auch noch etwas zu Schreiben oder zu Malen bereit. Schließen Sie nun die Augen und atmen mehrfach tief durch. Spüren Sie, wie der Atem die Bauchdecke hebt und senkt und stellen Sie sich vor, dass Sie mit jedem Atemzug Ruhe einatmen und sich Ihr Körper mehr und mehr entspannt. Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich die Gedanken etwas beruhigt haben, finden Sie Ihr Reiseziel. Ist in Ihnen viel Unruhe, wäre z. B. ein möglicher Reisesatz: „Ich begebe mich an einen Ort der Ruhe und lasse dazu Bilder und Gefühle entstehen.“ Möchten Sie nun etwas mutiger sein und mehr den Blick auf Ihre Angst lenken, könnte ein Reisesatz sein: „Was braucht meine Angst.“ Die Idee wäre, hier zu erfahren was Ihr Inneres braucht, damit die Angst weniger wird. Atmen sie nun wieder mehrmals tief ein und aus, richten Ihren Fokus zuerst nochmal auf Ihren Körper und die Atembewegung. Schalten Sie nun die Musik ein und reisen Sie in Ihre innere Welt, an Ihren Ort der Ruhe oder begegnen Sie Ihrer Angst. Setzen Sie sich nicht unter Druck, dass gleich viele Bilder auftauchen. Seien Sie einfach offen für das, was kommt. Es können Bilder, Gefühle, Körperempfindungen sein oder vielleicht auch zuerst einmal „nichts“. Es ist wie es ist und braucht vielleicht gerade am Anfang etwas Übung. Wenn das Musikstück endet, nehmen Sie ein Blatt Papier, schreiben oder malen Sie, was Sie aus Ihrer kleinen Reise mitgebracht haben. Je öfter Sie diese Übung praktizieren, umso mehr finden Sie Zugang zu Ihrer inneren Welt, dem Ort wo Sie ihre ganz eigenen Antworten finden können. Die Reiseziele können sehr vielfältig sein, spüren Sie, was Sie jetzt brauchen und gehen Sie dann auf Ihre ganz persönliche Reise. Diese Reiseziele sind wie innere Schätze, die es mehr und mehr zu entdecken gilt." Ichl möchte es Ihnen es Ihnen an‘s Herz legen, es auszuprobieren. Aus meiner Praxiserfahrung weiß ich, dass die Musik eine große Hilfe sein kann, gerade in schwierigen Zeiten. Durch Musik können wir viele stärkende und einzigartige Erfahrungen machen. Wenn Sie dazu Fragen haben oder Unterstützung brauchen, melden Sie sich bei mir, dann erzähle ich Ihnen mehr darüber.

Herzlichst, Ihre Angela Karl